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Verschiedene Stoffe und ihre Eigenschaften: Darauf sollten Sie beim Bügeln achten

Russell Hobbs BügeleisenTextilien können Sie aus den verschiedensten Materialien kaufen. Neben natürlichen Textilien finden Sie auch viele Dinge aus synthetischen Stoffen. Doch alleine diese Tatsache macht es nötig, dass Sie beim Bügeln ein wenig acht geben. Einmal das Bügeleisen zu heiß erhitzt und schon ist die schöne Seidenbluse beschädigt. Doch leider verfügt nicht jeder Stoff über ein Pflegeetikett, das Ihnen einen Hinweis zur richtigen Bügeltemperatur gibt. Hier erfahren Sie, worauf Sie achten sollten, damit Ihre Wäsche beim Bügeln keinen Schaden nimmt.

Die verschiedenen Arten von Stoffen

Verschiedene Stoffe und ihre Eigenschaften: Darauf sollten Sie beim Bügeln achtenWährend ganz früher überwiegend Pflanzenfasern für die Herstellung von Kleidung verwendet wurde, kamen die Menschen irgendwann auch auf die Idee sich an der Wolle von Schafen, an Fellen und an Produkten der Seidenraupe zu bedienen. Ab dem 20. Jahrhundert kamen auch noch die synthetischen Stoffe auf den Markt, was die Auswahl nur noch mehr vergrößerte.

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Doch ist Ihnen eigentlich klar, wie viele verschiedene Stoffe es gibt. In der Regel denken Sie vielleicht an etwa 5 verschiedene Materialien, doch es gibt weitaus mehr. Die folgende Tabelle gibt Ihnen eine Übersicht:

Stoffart Erklärung
Baumwolle Hier handelt es sich um einen natürlichen Stoff. Die Baumwolle wächst auf Sträuchern und fühlt sich auf der Haut angenehm weich an. Baumwolle ist relativ pflegeleicht und kann auch mit hohen Temperaturen gewaschen und gebügelt werden.
Seide Seide ist ebenfalls ein natürlicher Stoff. Hierfür werden die Kokons der Seidenraupen benötigt. Sie fühlt sich auf der Haut angenehm kühl an und glänzt sehr schön. Sie hat kaum Faltenneigung, verträgt aber keine hohe Hitze.
Leinen Für die Gewinnung von Leinen werden Flachsfasern benötigt. Somit handelt es sich auch hier um einen natürlichen Stoff. Zwar ist Leinen etwas empfindlich, wenn es um das Waschen geht, verträgt aber ohne Probleme ein heißes Bügeleisen.
Wolle Sie wird aus dem Fell von Ziegen, Kamelen, Schafen und vielen anderen Tieren gewonnen. Für den Winter der ideale Stoff, da er schön warm hält. Hohe Temperaturen mag Wolle jedoch weder beim Waschen noch beim Bügeln.
Hanf Hanf wird aus der Hanfpflanze gewonnen. Während früher überwiegend Seile oder Säcke daraus gemacht wurden, können Sie auch heute Kleidung aus Hanf erwerben. Hanf ist relativ robust und kann auch bei höheren Temperaturen gebügelt werden.
Chiffon Hier handelt es sich um kein Material in diesem Sinne, sondern eher um eine spezielle Herstellungsart. Chiffon wird unter anderem aus Naturseide, Kunstseide, Baumwolle oder Polyester hergestellt. In der Regel müssen Sie den Stoff nicht bügeln, wenn doch, bitte nur mit ganz niedriger Temperatur und einem feuchten Tuch als Schutz zwischen Stoff und Bügeleisen.
Acryl Acryl ist der Wolle ähnlich, aber günstiger in der Herstellung. Weder beim Waschen noch beim Bügeln, verträgt der Stoff hohe Temperaturen.
Nylon Nylon finden Sie nicht nur in Form von Strümpfen, es kann auch in Kleidung eingearbeitet sein. Zwar mag Nylon ein relativ robuster Stoff sein, doch heiße Bügeleisen mag er nicht.
Samt Aus Baumwolle, Seide oder Synthetikfasern wird ein Gewebe hergestellt und mit Schlaufen verwebt. Das Ergebnis ist Samt. Ein weicher Stoff, der jedoch weder heißes Wasser, noch den Wäschetrockner oder ein heißes Bügeleisen verträgt.
Polyester Eine reine Chemiefaser, die elastisch und robust ist. Die Faser ist pflegeleicht und wird oftmals auch in andere Stoffe eingearbeitet. Achten Sie jedoch darauf den Stoff weder zu heiß zu waschen oder zu bügeln.
Taft Aus Seide oder Synthetikfasern wird der Stoff gewebt. Somit ist Taft eine Herstellungsart. Wasser ist für Taft grundsätzlich schlecht, wenn es sich nicht vermeiden lässt, waschen Sie den Stoff nur stellenweise mit einem feuchten Tuch ab. Auch das Bügeln muss hier vermieden werden.
Denim Sie kennen den Begriff von der Jeans. Es handelt sich um einen robusten Stoff aus Hanffasern oder Baumwolle. Sie müssen hier nicht sehr vorsichtig sein, da der Stoff viel mitmacht und auch einmal zu heißes Wasser oder ein heißes Bügeleisen gut verträgt.
Elastan Diese Synthetikfaser ist äußerst dehnbar und deshalb in vielen Kleidungsstücken verarbeitet. Da sie keine Falten wirft, müssen Sie auch nicht bügeln. Wenn, dann bügeln Sie mit ganz niedriger Temperatur, weil Elastan durch hohe Temperaturen seine Dehnbarkeit verliert.
Satin Satin kann aus allen erdenklichen Fasern hergestellt werden. In der Regel wird aber Seide oder Polyester verwendet. Gewaschen wird das Material nur mit niedrigen Temperaturen, beim Bügeln dürfen Sie aber ruhig etwas mehr Hitze verwenden.

Tipp: Sind Sie unsicher, bügeln Sie lieber zu kalt. Meist verschwinden Falten auf der Kleidung beim Tragen, durch die Körperwärme von ganz alleine.

So gehen Sie beim Bügeln richtig vor

Sie können beim Bügeln durchaus einiges falsch machen. Meist wird der Fehler gemacht, die Kleidungsstücke einfach nach und nach vom Stapel zu nehmen, ohne auf das Pflegeetikett zu sehen. Plötzlich klebt dann der Stoff am Bügeleisen-Modell, weil dieses zu heiß ist oder er fängt regelrecht zu schmelzen an. Gehen Sie folgendermaßen vor, um solche Probleme zu vermeiden:

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  • Sortieren Sie die Wäsche vor. Beginnen Sie dabei mit den Teilen, die am wenigsten Temperatur vertragen.
  • Arbeiten Sie sich Teil für Teil zu den Wäschestücken vor, die auch hohe Temperaturen Vergessen Sie dabei nicht, den Temperaturregler am Bügeleisen immer wieder dem Pflegeetikett anzupassen.
  • Sollten Sie doch ein Stück übersehen haben, dass nur niedrige Temperaturen verträgt, regeln Sie die Temperatur beim Bügeleisen herunter und warten Sie ein paar Minuten, bis die Bügelsohle abgekühlt ist.
  • Verwenden Sie bei empfindlichen Stoffen ein feuchtes Tuch zwischen Stoff und Bügeleisen als Schutz.
  • Farbige Wäschestücke, die mit hohen Temperaturen gebügelt werden, drehen Sie im Idealfall auf links, damit die Farbe nicht ausbleicht.

Sie können die meisten Stoffe ohne Dampf bügeln. Bei Leinen und Baumwolle dürfen Sie aber ruhig auch Dampf verwenden. Damit die Wäsche gut duftet, können Sie in das Bügelwasser auch ein paar Tropfen Ihres Parfüms geben. So haben Sie den Duft für lange Zeit auf der Kleidung und immer einen guten Geruch im Kleiderschrank.

Vor- und Nachteile des Bügelns

  • Kleidung sieht ordentlich aus
  • Kleidung lässt sich flacher zusammenlegen
  • bügeln macht den Stoff weich
  • kostet Energie
  • kostet Zeit

Das Bügeln lässt sich vermeiden

Wenn Sie die Wäsche im niedrigen Drehzahlenbereich schleudern und schon beim Aufhängen glatt ziehen, können Sie sich das Bügeln meist sparen. Bei vielen Kleidungsstücken reicht es auch schon aus, wenn Sie diese während des Duschens ins Badezimmer hängen. Durch den heißen Dampf in der Luft ziehen sich die Falten oft von alleine heraus. Gerade bei Jeans oder Shirts reicht schon die Körperwärme aus, damit die Falten wie von alleine verschwinden.

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Bildnachweise: Adobe Stock / Africa Studio, Amazon/ Russell Hobbs

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