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Wie wird ein Bügeleisen hergestellt?

Fast jeder von uns hat es regelmäßig in Gebrauch. Doch wann es eigentlich erfunden wurde, ist den meisten Anwendern unbekannt. Die Rede ist vom Bügeleisen. Dieses Haushaltsgerät wird auch als Glätteisen oder Plätteisen bezeichnet. Im norddeutschen Sprachgebrauch bedeutet „plätten“ bügeln. Mit diesem Gerät bringt man Kleidungsstücke und andere Textilien wie Bettwäsche, Tischdecken, Gardinen oder auch Handtücher in Form. Dabei sollen Falten und eine zerknitterte Optik aus dem Stoff gebracht werden. Dafür werden Wärme und Druck des Bügeleisens verwendet, um entsprechende Effekte zu erzielen. Bei Dampfbügeleisen kommt noch Feuchtigkeit dazu.

Wann wurde das erste Bügeleisen eigentlich hergestellt?

Wie wird ein Bügeleisen hergestelltSeit dem 17. Jahrhundert wurde erstmals das Wort „Bügeleisen“ verwendet. Das Gerät bekam seinen Namen wohl durch den bügelförmigen Griff. Ebenfalls wurde auch das Verb „bügeln“ für das Glätten von Kleidungsstücken und Stoffen verwendet. Doch die Geschichte und Entstehung von Bügeleisen geht noch weiter zurück – auch wenn sie noch nicht unserer Vorstellung von den heutigen Modellen entsprechen. Im Kaiserreich China zur Zeit 206 v. Chr. bis 220 n. Chr. regierte die Han-Dynastie. Es wurde bereits Wert auf glatte, faltenfreie Bekleidung gelegt. Deshalb wurden edle Gewänder aus Seide mit sogenannten Pfanneneisen geglättet. Bei dieser Methode wurde heiße Kohlen mit Sand gemischt und in eine Metallpfanne gelegt.

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Die Herstellung der ersten Bügeleisen fand jedoch erst ab dem 15. Jahrhundert statt. Sie hatten eine starke Metallplatte und einen Griff. Sie wurden auf einer heißen Ofenplatte erhitzt. Eigenständig konnten diese Bügeleisen noch nicht auf die zum Bügeln notwendige Temperatur gebracht werden.

Weiterentwicklung des Bügeleisens – eine „Ochsenzunge“

Ende des 19. Jahrhundert wurde die sogenannte „Ochsenzunge“ erfunden. Dies ist ein Eisenstück, welches von hinten in das Gerät eingeschoben werden kann. Mit einer Klappe wird es dann zugemacht. Zu dieser Zeit wurde auch das Kohle-Bügeleisen entwickelt. In einem Hohlraum konnten glühende Kohlen eingefüllt werden. Durch diese Entwicklungen war es möglich, dass das Bügeleisen eine eigenständige Wärme auf die Wäsche abstrahlt.

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Nächste Errungenschaft: Bügeleisen mit Gas-Funktion

Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhundert wurden Bügeleisen mit Gas-Funktion hergestellt. Dabei kamen zwei Varianten zum Einsatz. Es gab Bügeleisen, die direkt mit einem Schlauch an die Gasleitung verbunden wurden. In Bügelstuben waren sie sehr beliebt zur damaligen Zeit. Andere Bügeleisen – gerade in kleineren Haushalten – wurden durch einen externen Gasbrenner erhitzt.

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Mit der Elektrifizierung wurde vieles anderes …

… auch das Bügeln wurde vereinfacht. Bei der Herstellung der ersten elektrischen Bügeleisen war es noch nicht möglich, diese mit einem Thermostat auszustatten. Sie hatten üblicherweise eine Leistung von zirka 500 Watt. Diese Bügeleisen mussten mit Wasserspritzern oder einem nassen Lappen auf die notwendige Temperatur gemessen werden. Erst spätere Modelle hatten dann ein Thermostat, welches mit einem Drehrad bedient werden konnte. Das Gehäuse wurde aus Metall gefertigt und hatte meist einen Holzgriff. Später wurde das Naturmaterial durch einen thermoplastischen Kunststoff ersetzt. Im Laufe der Jahre haben sich viele verschiedene Modelle entwickelt. Nach wie vor ist das Dampfbügeleisen sehr beliebt, denn es ist handlich und man kann für den nötigen Dampf einfach Wasser in den Tank geben. Ein Sichtfenster zeigt bei den meisten Bügeleisen für den Wasser-Füllstand an.

Kein Kabelsalat mehr

Ebenso geht der Trend immer mehr zu kabellosen Bügeleisen. Diese haben auf dem Bügelbrett eine gesonderte Abstellvorrichtung, welche mit Stromkontakten versehen ist. Dadurch wird das Bügeleisen immer beim Abstellen nachgeheizt, so dass die erforderliche Betriebstemperatur erhalten bleibt. Ein integrierter Aluminiumblock im Bügeleisen ist für die Wärmespeicherung verantwortlich. Diese Modelle haben auch eine Anzeige, die meldet, wenn das Bügeleisen wieder thermisch nachgeladen werden muss. Dann muss der Anwender das Bügeln kurz unterbrechen und das Bügeleisen auf die Ladestation stellen. In kurzer Zeit ist es wieder betriebsbereit und man kann weiterbügeln.

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Verschiedene Arten von Bügeleisen – Vorteile und Nachteile

Heutzutage kann man zwischen vielen verschiedenen Typen, Modellen und Marken bei Bügeleisen in Geschäften vor Ort oder auch in Online-Shops wählen. Doch die Auswahl kann zum Teil schwierig sein. Deshalb haben wir die Pros und Cons von diversen Bügeleisentypen zusammengefasst.

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Ein Dampfbügeleisen hat folgende Vorteile:

  • praktisch / handlich
  • leichte Handhabung
  • man benötigt wenig Platz
  • untere Preiskategorie

Nachteile von Dampfbügeleisen sind:

  • geringere Dampfleistung als bei Dampfbügelstation
  • kleinerer Wassertank als bei Dampfbügelstation

Vorteile einer Dampfbügelstation:

  • großer Wassertank
  • hohe Dampfleistung

Nachteile einer Dampfbügelstation:

  • viel Platz erforderlich
  • teuer in der Anschaffung

Die Vorteile einer Bügelpresse sind:

  • mehrere Kleidungsstücke auf einmal bügelbar
  • automatisches Bügeln

Nachteile einer Bügelpresse:

  • erfordert Übung und Geschick in der Anwendung
  • höhere Preiskategorie

Vorteile eines Reisebügeleisens:

  • sehr platzsparend
  • leichtes Gewicht
  • einfaches Handling

Ein Reisebügeleisen hat folgende Nachteile:

  • keine Dampffunktion
  • geringere Hitzeentwicklung
  • höherer Zeitaufwand

Was macht ein Bügeleisen aus?

Auch wenn die Modelle hinsichtlich Eigenschaften, Optik und Farbe voneinander differenzieren können, so haben sie trotzdem eine grundlegende gemeinsame Beschaffenheit. Alle Bügeleisen besitzen einen Griff, den sogenannten Bügel, und einer Bügelsohle. Dies ist eine heizbare Platte, welche mit dem Kleidungsstück oder Stoff, der gebügelt werden soll, zusammenkommt, um dieses zu glätten.

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Heutige Beheizung des Bügeleisens

Wir stecken das Bügeleisen an die Steckdose an und los geht es mit dem Bügeln. Für uns ist es selbstverständlich, dass es die Beheizung des Bügeleisens durch elektrische Heizelemente erfolgt. Da wir verschiedene Textilien bügeln, können wir die entsprechende Temperatur über einen Wahlschalter einstellen. Damit eine Überhitzung vermieden und die Temperatur reguliert wird, befindet sich in den heutigen Bügeleisen ein Thermostat mit einem sogenannten Bimetallstreifen. Handelt es sich um ein Dampfbügeleisen, dann ist ebenfalls ein Wassertank enthalten. Das Bügeln wird erleichtert, indem Dampf an der Bügeleisensohle ausströmt. Bei modernen Dampfbügeleisenstationen kommt der Dampf aus einem extra Dampferzeuger, beispielsweise unter dem Bügelbrett oder auf dem Tisch. Dabei wird der Dampf durch einen Schlauch zum Bügeleisen gebracht.

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Wie wird ein Bügeleisen verwendet?

Ein Bügeleisen ist in kurzer Zeit betriebsbereit. Das bedeutet, dass es nur etwa zehn Sekunden bis wenige Minuten benötigt, um die entsprechende Temperatur zum Bügeln zu bekommen. Der Stoff zum Bügeln wird auf das Bügelbrett flach gelegt und mehrmals mit dem heißen Bügeleisen überstrichen. Dadurch wird das Kleidungsstück oder andere Textilie geglättet. Man sollte darauf achten, dass das Gerät auf die richtige Temperatur für den entsprechenden Stoff eingestellt ist.

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Wichtige Merkmale eines Bügeleisens

Viele Menschen haben einen häufigen Umgang mit dem Bügeleisen. Dabei das Bügeln erleichtert und auch Zeit eingespart wird, sollte man beim Bügeleisen sollte man folgende Eigenschaften beachten. Diese bestimmen nämlich, ob das Bügeln schnell von der Hand geht oder zu einer zeitraubenden Tortur wird.

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Größe, Gewicht Dampf-leistung Sohlen-material Sicherheits-funktion Reinigungs-funktion Strom-verbrauch
nicht zu schwer, da sonst unpraktisch Umso höher, desto so schneller geht das Bügeln gute Qualität Überhitzungsschutz; Abschalt-funktion z.B. zum Entkalken möglichst gering

Tipp: Leicht feuchte Wäsche bügeln: Trockene, stark verknitterte Stoffe zu bügeln kann aufwändig und zeitraubend sein.  Deshalb kann man sich das Leben erleichtern, indem man die Wäsche bügelt, wenn sie noch ein bisschen feucht ist. Denn bei diesem Zustand wird die Wärme ins Innere der Wäsche gebracht. Stoffe sind so besser formbar und die Falten verschwinden schneller, da Faserbindungen kurzfristig aufgehoben werden und die Fasern erweichen.

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